nach Leitungswasserschäden (Frischwasser, Grauwasser, Schwarzwasser)
Die meisten Wasserschäden in Gebäuden entstehen durch Leitungswasser. In Trinkwasserleitungen und Heizungsleitungen vorhandenes Wasser heisst Frischwasser, weil es kaum Keime und nur wenig Schmutzpartikel enthält. Benutztes Wasser wie gering verschmutztes Abwasser aus Bädern, Duschen oder Waschmaschinen wird als Grauwasser bezeichnet. Schwarzwasser ist Abwasser, welches Fäkalien enthält und aus Toiletten und Abwasserleitungen stammt. Natürlich gilt das auch für direktes Kanalwasser, aber auch die Abwässer aus Küchen zählen dazu, weil sie hohe Anteile an Fetten und Speiseresten enthalten können.



Ein Leitungswasserschaden ist umso problematischer je mehr Wasser ausgetreten ist und je mehr Nährstoffe, Schadstoffe oder andere Chemikalien und Keime das Wasser enthalten hat. Es muss deswegen immer geprüft werden, woher das Wasser eines Schadens stammt. Die Sanierungsmaßnahmen sind sehr unterschiedlich, wie aus den oben stehenden Texten ersichtlich ist. Immer jedoch sollte sofort gehandelt werden, sobald ein Feuchteschaden entdeckt wird. Natürlich sollte zuallererst das Leck gefunden und repariert werden, damit der Schaden nicht größer wird. Aber immer ist auch die Hinzuziehung professioneller Sachverständigenpersonen sinnvoll.



Solche Leute können das Ausmaß, den Umfang und die Bedeutung eines Wasserschadens herausfinden und danach die notwendigen Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen definieren.



Sinnvoll ist es, von Versicherungen unabhängige Leute damit zu beauftragen, denn Versicherungssachverständige urteilen sehr stark im Sinne der Versicherungen und verschweigen sehr oft die tatsächliche Schadensgröße und das große finanzielle Schadensausmaß. Oft wird den geschädigten Versicherungsnehmern nicht einmal mitgeteilt, nach welchen Kriterien ein Schaden beurteilt wird, wie groß der vermutliche Schadensbereich ist. Notwendige Probennahmen unterbleiben oder es werden untaugliche Mess-Methoden benutzt, um den Menschen einen geringen Schaden vorzugaukeln. Ich habe es schon erlebt, dass in Räumen mit nachweislich geschädigten Innenseiten von Trockenbauwänden nur Luftproben gezogen wurden, anstatt Materialproben zu entnehmen. Die Analyse der Luftproben ergab natürlich nichts, weil der Schaden noch nicht sichtbar an Wandoberflächen, sondern nur versteckt in den Hohlräumen der Bauteile vorhanden war.



Es kommt auch häufig vor, dass statt kompletter Materialproben nur Abklatschproben oder Klebefilmproben genommen werden, wobei damit eben nur die kleinen Stellen der beprobten Oberfläche und nicht das Material insgesamt bzw. dessen Rückseite beurteilbar sind. Verlassen Sie sich lieber auf die von Ihnen selbst beauftragten Menschen, die im besten Fall nicht nur Schimmelsachverständige sind, sondern auch Baubiolog*innen und sich auch mit Schadstoffen aller Art auskennen. Solche Expert*innen kennen auch die entsprechenden berufsgenossenschaftlichen Regelungen, die bei bestimmten Sanierungen eingehalten werden müssen (deren Einhaltung eine Sanierung natürlich verteuert, aber eben gesetzlich vorgeschrieben ist).



Die von Versicherungsregulierern mitgebrachten oder empfohlenen Sanierungsfirmen sind in der Regel auch entweder nicht willens oder schlimmstenfalls nicht in der Lage, einen Schaden vollständig und korrekt einzuschätzen, denn auch sie arbeiten ja im Sinne der Versicherungen und wollen vermeiden, aufgrund zu teurer Sanierungen nicht mehr empfohlen bzw. nicht mehr ins Spiel gebracht zu werden.....



Jedenfalls arbeiten die unabhängigen Sachverständigen und Baubiolog*innen nach den geltenden Regeln und verschweigen deren Vorhandensein nicht. Die geltenden wichtigsten Regularien können Sie unten downloaden.


